Logsta feat. Sportbionier

Hier wird „Bionier-Arbeit“ geleistet!

Sportbionier steht für Sporternährung auf höchstem Niveau – was das heißt? Alle Zutaten der Proteine sind zu 100% biologischen Ursprungs, werden fair, transparent und vorwiegend von regionalen Partnerbetrieben bezogen. Sportbionier-Gründer Emanuel Ziegler will mit guten Gewissen ökologisch nachhaltig wirtschaften und neue Impulse setzen. Hier verrät er euch, was ihn dazu bewogen hat, zum Sportbionier zu werden.

Sportbionier Logo

„Emanuel ist nicht nur der CEO von Sportbionier, sondern auch der Leitwolf. Wir schätzen, dass er nicht nur über Nachhaltigkeit spricht, sondern sie auch lebt. Seine Herzlichkeit zeichnet ihn absolut aus und dass er andere stets dazu inspiriert, das Beste zu geben.“

Seit wann gibt es Sportbionier?

Die Idee entstand 2012. Ich wollte ein biologisches, ehrliches und nachhaltiges Eiweißpulver für Sportler entwickeln, nachdem ich damals nichts gefunden habe, was meinem kritischen Blick standhielt. Ich war völliger Quereinsteiger und kam eigentlich aus der Vernetzung von Bio-Bauern und Konsumenten. Zwei Jahre hat es gebraucht diese Idee umzusetzen, im September 2014 war es dann endlich soweit und ich startete mein Unternehmen.

 Auf eurer Website kann man lesen, dass du einen sehr kritischen Zugang zum Wirtschaftssystem hast. Woher kommt das?

Nach meiner Schulzeit zog es mich in die Finanzbranche, denn ich wusste, dass man dort sehr schnell viel Geld verdienen kann. Das reizte mich in dem Alter ungemein. Ich habe Karriere im Finanz- und Investmentbereich gemacht und Geld bestimmte zu der Zeit meine Gedanken und mein Leben. Als ich 2009 bei einem riskanten Investment mein gesamtes Erspartes verloren habe und auch noch Schulden anhäufte, landete ich im wahrsten Sinne auf dem Boden der Tatsachen. Ich begann mein Leben zu hinterfragen und suchte vor allem Sinn!

 Wohin führte dich diese Suche?

Ich begann mein Leben zu ändern, schloss mein Studium der Bank- und Versicherungswirtschaft ab und wurde fortan zum Vollzeitstudenten in naturwissenschaftlicher Psychologie. Als Student hatte ich plötzlich viel Freizeit. Das führt dazu, dass ich begann bewusster zu leben: ich hörte auf zu rauchen, begann intensiv zu trainieren und beschäftigte mich intensiv mit meiner Ernährung. Nach den ersten zwei Studien beschloss ich noch zusätzlich Ethik zu studieren und begann in weiterer Folge mein Konsumverhalten zu hinterfragen und genau darauf zu achten, wo meine Lebensmittel herkommen und wen ich mit meinem Konsum schlussendlich unterstütze. Ich gründete gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin eine Bio-Einkaufsgemeinschaft, aus der schlussendlich ein Verein für Ernährungssouveränität und solidarische Landwirtschaft entstand. All dies wirkte sich natürlich maßgeblich auf die Entwicklung meines eigenen Unternehmens Sportbionier aus.

Warum wurde es dann ausgerechnet Bio-Eiweißpulver?

Als ich begonnen habe so viel Sport zu betreiben, habe ich natürlich auch Eiweißpulver zu mir genommen. Ich habe mir die typischen, schwarzen Dosen angesehen und mir die Frage gestellt: Woher kommen die Zutaten? Unter welchen Bedingungen werden die Rohstoffe hergestellt? Wenn das Pulver tierischen Ursprungs ist, wie geht es den Tieren? Ich habe trotz intensiver Recherche auf keine dieser Fragen zufriedenstellende Antworten erhalten. 2012 war dies noch ein völlig intransparenter Markt. Zu der Zeit wurde mir auch klar, dass ich im Unternehmertum meine Erfüllung finden will und einen allgemeinen Beitrag leisten kann, indem ich bewusst, fair und nachhaltig unternehmerisch tätig bin. Ich begann mich mit dem Thema Eiweißpulver intensiver zu beschäftigen und entdeckte, dass Molke als bisher kaum genutztes Nebenprodukt der Milchindustrie, das perfekte Upcycling-Produkt darstellt und daher die Grundlage meines ersten Produkts werden soll.

Wie waren die Reaktionen auf die ersten Produkte?

2014 war ich der Erste im deutschsprachigen Raum, der reines Molkenprotein aus 100% biologischer Landwirtschaft für Athleten anbot. Daher kommt auch der Name Sportbionier. Ich wusste jedoch nicht, ob es genügend Kunden für mein Produkt gibt und das löste große Unsicherheit und auch Zweifel bei mir aus. Ich konnte damals nicht anders als ganz klein zu starten. Ohne Fremdkapital, ohne Investitionen, ohne Marketing. Wir haben einfach den Webshop online gestellt und selbst verkauft. Erst als der Kontakt mit den Kunden wirklich begonnen hat, dachte ich mir: „Wahnsinn, was da an Feedback von den Kunden zurückkommt. Wie begeistert die Kunden sind, dass es jemanden gibt, der sich so ernsthaft dieser Thematik widmet.“ Erst als dieses Feedback kam, habe ich wirklich gespürt, wie schön es ist unternehmerisch etwas Sinnvolles zu gestalten.

Wie entwickelte sich der Sportbionier seitdem weiter?

Am Anfang gab es Monat für Monat einen Umsatzrekord, obwohl wir eigentlich kein Marketing betrieben haben. Ich stand mir mit meinen kapitalismuskritischen Ansichten auch gerne oft selbst im Weg und habe erst lernen müssen oder gar dürfen, dass die Welt nicht so schwarz-weiß ist, wie ich sie damals sah. Seit Herbst 2016 entdeckten viele Mitbewerber, besonders große Unternehmen, den Markt für sich. Werbetechnisch hat man da keine Chance sich zu behaupten. Wir konzentrieren uns daher jetzt vermehrt darauf neue, spannende Produkte in unserer kleinen Manufaktur zu entwickeln. Dabei orientiere ich mich an den Werten der Gemeinwohlökonomie: Ökologische Nachhaltigkeit, Solidarität, Gerechtigkeit, Transparenz und Demokratie.

Was ist das Besondere an den Produkten von Sportbionier?

Wir verwenden zu 100% Lebensmittel aus biologischem Anbau. Unsere Produkte sind frei von jeglichen Zusatzstoffen, sprich gänzlich ohne Aromastoffe oder Süßstoffe. Das ist auch der Grund, warum unsere Produkte etwas teurer sind, als andere. Nicht, weil wir den Gewinn maximieren wollen, sondern weil echte Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft einfach teurer sind und wir die hochwertigen Produkte nicht mit billigen Zusatzstoffen verdünnen. Ich achte sehr darauf, dass unsere Produkte stets die derzeit beste Alternative in Bezug auf Ökologie und soziale Nachhaltigkeit darstellen. Auch wenn dies bedeutet, dass nicht alle Rohstoffe jederzeit lieferbar sind.

Was ist dein Lieblingsprodukt von Sportbionier?

Mein absolutes Lieblingsprodukt ist Bio-Whey Molkenprotein mit Bourbon-Vanille und Kardamom gemischt mit Hafermilch und einer Banane gemixt. Es gibt nix Geileres. Ich trinke das gerne nach dem Sport, aber auch sehr gerne am Abend, wenn ich merke, dass ich Lust auf etwas Süßes habe. Oft gibt es bei uns in der Familie auch zwischendurch einen Proteinshake – meine Kinder stehen voll drauf!

Wo sind die Sportbionier-Produkte erhältlich?

Primär in unserem Online-Shop, aber auch in ausgewählten Bioläden, Fitnessstudios und Apotheken.

Was war dir bei der Suche nach einem Logistik-Partner wichtig?

Sagen wir mal so, Logsta waren nicht die Günstigsten. Obwohl ich nicht explizit auf der Suche nach einem neuen Logistik-Partner war, wurden mir die Jungs empfohlen. Ich schrieb ihnen eine Email und sie kamen recht schnell zu einem persönlichen Kennenlernen vorbei. Es hat vom Gefühl her von Anfang an gepasst und dieser Eindruck hat sich seitdem immer wieder bestätigt.

Welchen Stellenwert hat die Bio-Zertifizierung eines Lagers für dich?

Es gibt gewisse Einrichtungen oder Labels, die machen nur dann Sinn, wenn sich alle an die Spielregeln halten. Bei der Bio-Zertifizierung ist entscheidend, dass jeder in der gesamten Wertschöpfungskette zertifiziert werden muss. Sonst besteht die Gefahr, dass jemand ein scheinbares Bio-Produkt verkauft, das gar nicht Bio ist. Deswegen macht es schon Sinn, vor allem in dem großen und anonymen Massenmarkt, dass es Zertifizierungen gibt, die sehr streng sind und lückenlos kontrolliert werden. Das war mir auch bei der Logistik wichtig.

Auf welche Produktneuheiten dürfen wir uns noch freuen?

Es ist geplant, dass wir das Sortiment erweitern werden. Was mit Sicherheit kommen wird, sind unsere Protein-Nuggets an denen ich gemeinsam mit Josef Zotter persönlich gearbeitet habe. Es werden auch noch weitere Geschmacksrichtungen vom Bio-Whey und vom Bio-Casein kommen.

2017-12-18T14:39:50+00:00

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